VG Theres (DE) Voller Stolz durften die dreizehn neuen Feuerwehrsanitäter der Verwaltungsgemeinschaft Theres ihre Zertifikate nach der bestandenen Prüfung am vergangenen Samstag in Wonfurt in Empfang nehmen.

Genau vor einem Jahr startete das einzigartige Pilotprojekt, bei der jede Feuerwehr in der VG ihre Vertreter schicken durfte. Bei diesem Kurs, der immer am zweiten Samstag im Monat stattfand, gaben die Ausbilder Mark Plate und Ingo Stöhlein aus Untertheres einen detaillierten Überblick über die menschliche Physiologie, zahlreiche Verletzungsarten und Krankheitsbilder. Im Mittelpunkt des Lehrgangs zum Feuerwehrsanitäter standen nicht nur die feuerwehrtypischen Verletzungen wie Verbrennungen, Rauchvergiftungen und die Versorgung von Unfallopfern, sondern auch andere häufige Lebensgefährdungen wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Unterzucker und Alkoholvergiftung. Zu den über 60 Ausbildungsstunden kamen noch praktische, einsatznahe Übungen bei den Gemeindefeuerwehrtagen in Gädheim und Obertheres.

Ziel des Projektes ist es, dass bei jedem Einsatz innerhalb der VG mindestens zwei ausgebildete Feuerwehrsanitäter mit der entsprechenden Ausrüstung zusammenkommen, zu deren Aufgaben die Durchführung von Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Verletzten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes, das Betreuen von Betroffenen und das Absichern der eigenen Kameraden in Einsatz und Übung gehören.

Am letzten Samstag mussten die Teilnehmer eine 44 Fragen umfassende Theorieprüfung über den Stoff der Ausbildungsstunden ablegen und verschiedene praktische Aufgaben absolvieren, wie beispielsweise das Versorgen eines verletzten Fahrers nach einem Auffahrunfall oder eines Epileptikers, der bei einem Krampfanfall eine Treppe hinabstürzte.

Bei der anschließenden Vergabe der Zertifikate zeugte die Anwesenheit der vielen Kommandanten der Wehren vom Stolz über ihre neuen Sanitäter. Bevor Kreisbrandmeister Lothar Ulmann die Zeugnisse an die Absolventen Jan-David Eisemann, Markus Ultsch (Obertheres), Carina Hartmann, David Englert (Ottendorf), Sabine Sterlings, Daniel Buhlheller (Gädheim), Karolina Hümpfner, Danja Paal (Horhausen), Franziska Göb (Untertheres), Marco Röthlein (Buch), Melanie Schneider (Greßhausen), sowie Gabi Hofmann und Elke Frank (Dampfach) übergab, bedankte sich Ausbilder Mark Plate für die zwölf Monate, die alle auf sich genommen haben, um etwas für sich und die Kameraden in die Hand zu nehmen. Auch Kreisbrandinspektor Georg Pfrang lobte das Engagement bei dieser langen und schwierigen Ausbildung und betonte wie sinnvoll das Projekt ist, denn oftmals sind die Feuerwehren als erste am Einsatzort und dort auf sich alleingestellt. Der Wonfurter Bürgermeister Dieter Zehendner schloss sich auch im Namen seines anwesenden Kollegen Hans-Peter Reis aus Obertheres dem Lob über dieses Pilotprojekt, das er nun schon seit einiger Zeit interessiert verfolgte, an. Anschließend stellte KBM Lothar Ulmann fest, dass solch eine Ausbildung „ein Lehrgang fürs komplette Leben“ sei, den man auch in Familie und Beruf gut gebrauchen kann und kündigte an, dass bereits im Juni diesen Jahres der nächste Feuerwehrsanitäter-Kurs in der VG Theres starten wird.